35 Jahre extra-radio & Radio Euro­herz in Hof

Gra­tu­la­ti­on an extra-radio und Radio Euro­herz zu jeweils 35 Jahre Radio-Geschich­te. Die bei­den ober­frän­ki­schen Lokal­sen­der bli­cken auf viele bemer­kens­wer­te Jahre zurück. Wür­de­voll las­sen wir die ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­te auf unse­rem Blog Revue passieren.

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extra-radio – Inha­ber­ge­führt, zen­tral & lokal

Logo von extra-radioSeit vie­len Jah­ren beglei­tet “Flo­cki” von extra-radio die Bevöl­ke­rung in Ober­fran­ken. Mit dem sym­pa­thi­schen Hund als Mas­kott­chen im Logo sen­det extra-radio nun schon seit 35 Jah­ren, zuerst aus dem Hofer Orts­teil The­re­si­en­stein und heute aus dem Zen­trum der Alt­stadt, direkt in die Oldie- und Schla­ger-Her­zen der Hörer­schaft. Damals war das Ehe­paar Prok­scha begeis­tert von der Ent­ste­hung des Pri­vat­ra­di­os. So bewar­ben sie sich auf eine Sen­de­li­zenz in Hof und woll­ten von Anfang an dabei sein. Dabei pro­fi­tier­ten sie von ihrem Know-how aus der Ver­lags­bran­che und erwar­ben schließ­lich die not­wen­di­ge Technik.

Historische Bilder vom Sendebetrieb

Quel­le: Web­site von extra-radio

Radio Euro­herz zählt zu den 10 erfolg­reichs­ten Sen­dern in Bayern

Logo von Radio EuroherzEin wei­te­rer Sen­der aus Hof lebt in Ober­fran­ken seit drei­ein­halb Jahr­zehn­ten seine Visi­on mit dem Motto: “Hier schlägt unser Herz”. Radio Euro­herz sen­de­te ursprüng­lich vom Son­nen­platz in der Alt­stadt von Hof. Als Radio für die ganze Fami­lie gewann der Lokal­sen­der schnell Fans und über­zeugt noch heute als einer der 10 erfolg­reichs­ten Sen­der in Bay­ern seine Hörerschaft.

Sen­de­start am 3. Oktober

Beein­dru­cken­de 35 Jahre ist es her, dass extra-radio und Radio Euro­herz an den Start gin­gen. Die dama­li­ge UKW-Fre­quenz wurde auf­grund der Bewer­bun­gen von meh­re­ren Pro­gramm­an­bie­tern zwi­schen den bei­den Sen­dern jah­re­lang auf­ge­teilt. Am 3. Okto­ber 1987 star­te­ten schließ­lich extra-radio und Radio Euro­herz jeweils ihren Sen­de­be­trieb mit zuneh­men­dem Erfolg. Dabei begann die Geschich­te von extra-radio mit nur vier Stun­den Live-Über­tra­gung pro Tag. Diese waren ver­teilt auf die drei Sende-Blö­cke 10–11, 13–14 und 19–21 Uhr, wäh­rend Radio Euro­herz damals 18 Stun­den täg­lich sendete.

Sen­de­ge­biet ste­tig erweitert

Zur Erwei­te­rung des Sen­de­ge­bie­tes führ­ten zusätz­li­che Fre­quen­zen im Jahr 1988 in Selb, Markt­red­witz und Ahorn­berg. Bereits 1989 wurde der Fleiß der Radio-Macher von extra-radio belohnt. Denn als ers­ter baye­ri­scher Sen­der wurde die­ser mit dem Hör­funk­preis der Baye­ri­schen Lan­des­zen­tra­le für Medi­en für den bes­ten Wer­be­spot aus­ge­zeich­net. Die Preis­ver­lei­hung wurde damals sogar über den TV-Sen­der “Tele 5” über­tra­gen. Radio Euro­herz dage­gen erober­te sich schnell den Platz als Num­mer 1 im Sendegebiet.

Zeitungsausschnitt FAB 1994

Quel­le: Zei­tungs­aus­schnitt von FM Kompakt

Es folg­ten eini­ge Fre­quen­z­wech­sel, wovon eine pünkt­lich zum 5. Jubi­lä­um im Jahr 1992 zu einer Ein­zel­fre­quenz führ­te, die schließ­lich das gesam­te Sen­de­ge­biet abdeck­te. Tech­nisch waren die Sen­der von nun an in der Lage, mehr als 350.000 Hörer zu errei­chen. Auf­grund der hohen Hörer­re­so­nanz eröff­ne­te Radio Euro­herz das Vogt­land­stu­dio in Plau­en. Von dort aus bear­bei­te­ten die Redak­teu­re aktu­el­le Mel­dun­gen und sen­de­ten zwei­mal täg­lich live vor Ort.

Novum in Deutsch­land: on air ohne Lizenz 

Doch die Baye­ri­sche Lan­des­me­di­en­an­stalt (BLM) ver­such­te nach 5 Jah­ren im Jahr 1992 und dann noch ein­mal im Jahr 1994, die Fre­quenz­tei­lung der bei­den Sen­der zu been­den. Aus den bei­den Ange­bo­ten woll­te diese ein Pro­gramm for­men. Kuri­os ist dabei die Tat­sa­che, dass extra-radio auf­grund eines Gerichts­be­schlus­ses von 1998 jah­re­lang auch ohne gül­ti­ge Sen­de­li­zenz der BLM sen­den durf­te. Die Details, wes­halb dies mög­lich war, kön­nen Sie im Wiki­pe­dia-Arti­kel nach­le­sen. Bis zur erneu­ten Ver­ga­be der offi­zi­el­len Sen­de­li­zenz im Jahr 2001 wuss­te extra-radio die­sen Umstand für sich zu nut­zen und warb sogar u.a. mit dem Slo­gan “Hofs bes­ter Pira­ten­sen­der”. Inzwi­schen gab es für Radio Euro­herz im Jahr 1996 eine räum­li­che Ver­än­de­rung. An nur einem Tag rea­li­sier­te der Sen­der den Umzug vom Son­nen­platz in die Pfarr, von wo aus das Pro­gramm heute noch erstellt und gesen­det wird. Eine Neu­aus­schrei­bung im Jahr 2004 war für die Radio­ma­cher von extra-radio die Chan­ce, die täg­li­che Sen­de­zeit um zwei auf sechs Stun­den zu erhöhen.

Digi­ta­li­sie­rung brach­te wei­te­re Möglichkeiten

Der Ein­tritt in die digitale Sen­de­welt erfolg­te für extra-radio Mitte 2011 mit dem Inter­net-Live­stream, der schließ­lich im letz­ten Quar­tal des Jah­res 2012 auf 24 Stun­den täg­lich aus­ge­wei­tet wurde. Auch Radio Euro­herz ergänz­te den Web­auf­tritt durch einen Live­stream. Schließ­lich gab es im Mai 2017 einen ent­schei­den­den Beschluss, der zu einer Neu­ver­tei­lung der UKW-Fre­quen­zen führ­te. Das hatte zur Folge, dass Radio Euro­herz ab 1. Dezem­ber 2017 auf den ange­stamm­ten UKW-Fre­quen­zen wei­ter­sen­den durf­te. Zwar muss­te extra-radio einen Fre­quen­z­wech­sel voll­zie­hen, konn­te aber von nun an eben­falls 24-Stun­den über UKW aus­strah­len. Zusätz­lich erfolg­te eine wei­te­re Erhö­hung des Sen­de­ge­bie­tes für beide Sen­der durch die digitale Ver­brei­tung via DAB+ in ganz Ober­fran­ken auf Kanal 10B.

Ziel­grup­pe, Pro­gramm und musi­ka­li­sche Ausrichtung

Bei bei­den Sen­dern liegt der Fokus auf loka­ler und regio­na­ler Bericht­erstat­tung und die Anspra­che der Ziel­grup­pe 30+. Radio Euro­herz zeigt dazu häu­fig Prä­senz vor Ort bei Ver­an­stal­tun­gen und punk­tet ins­be­son­de­re bei der regio­na­len Sport­be­richt­erstat­tung. Auch aus die­sem Grund schafft es der Sen­der immer wie­der, die lan­des­wei­ten Mit­be­wer­ber hin­ter sich zu las­sen. Musi­ka­lisch ist der Sen­der aus­ge­rich­tet auf eine Mischung aus MOR, AC und Oldies. Bei extra-radio wer­den inter­na­tio­na­le und deut­sche Hits aus ver­gan­ge­nen Zei­ten gespielt, ange­rei­chert mit Songs von regio­na­len Künst­lern wie von der Rock’n Roll-Band “Gery & the John­boys” oder der Kraut­rock-Band “Wald­schrat”.

Die Reich­wei­ten der Sender

In der letz­ten Funk­ana­ly­se Bay­ern von 2022 konn­te extra-radio die Kon­tak­te in der Durch­schnitts­stun­de mehr als ver­drei­fa­chen und bedank­te sich dafür bei sei­nen Hörern:

Facebook "extra-radio bedankt sich"

Quel­le: Face­book­sei­te von extra-radio

Dadurch lie­gen die Kon­tak­te in der Durch­schnitts­stun­de bei aktu­ell 9.000 Hörern*. Radio Euro­herz dage­gen erreich­te in der letz­ten Funk­ana­ly­se einen Wert von 12.000 Hörern* in der durch­schnitt­li­chen Stunde.

Glück­wunsch an unse­re Partnersender

Rück­bli­ckend kön­nen beide Sen­der stolz auf sich sein, denn sie konn­ten sich im Radio­markt über all die Jahre hin­weg behaup­ten und sind heute erfolg­reich etabliert.

Anläss­lich des Jubi­lä­ums gra­tu­lie­ren wir den Teams der bei­den Hofer Radio­sta­tio­nen – extra-radio und Radio Euro­herz – ganz herz­lich zu 35 Jahre Sen­de­be­trieb. Danke schön für die part­ner­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit in den ver­gan­ge­nen Jahren.

Wenn Sie mehr über extra-radio und Radio Euro­herz wis­sen möch­ten, besu­chen Sie gerne die Steck­brie­fe auf unse­rer Website.

Autor: Carina Bauer


Quel­le: FAB 2022, DST 6–18 Uhr, Mo-Fr, Bevöl­ke­rung gesamt ab 14 Jahre, wei­tes­tes Empfangsgebiet