Zum Hauptinhalt springen

Sie haben noch Fragen? Kontaktieren Sie uns:    +49 (911) 58 15-0    info@studio-gong.de

Ent­wick­lung des Musik­markts 2025 – Trends, Zah­len & Chancen 


Die Ent­wick­lung des Musik­markts 2025 zeigt ein­drucks­voll, wie dyna­misch sich Strea­ming, Nut­zung und Ver­mark­tung von Musik aktu­ell ver­än­dern. Für den Audio- und Radio­markt erge­ben sich dar­aus neue Chan­cen, aber auch struk­tu­rel­le Ver­schie­bun­gen. 🕒 Lese­zeit: 6 Minu­ten  🔊 Hör­dau­er: 9:34

Das Beitragsbild zeigt den Schriftzug "Musikindustrie in Zahlen 2025", sowie das BVMI Logo.Musik­markt 2025: Wachs­tum trotz Umbruch

Die Ent­wick­lung des Musik­markts 2025 ist wei­ter­hin von Wachs­tum geprägt – aller­dings in einem zuneh­mend digi­ta­len und frag­men­tier­ten Umfeld. Laut aktu­el­len Bran­chen­ana­ly­sen der deut­schen Musik­in­dus­trie bleibt der Markt sta­bil auf Wachs­tums­kurs, ins­be­son­de­re getra­gen durch eine hohe Nut­zung digi­ta­ler Audio­an­ge­bo­te Musik­in­dus­trie in Zah­len 2025.

Gleich­zei­tig zeigt sich: Klas­si­sche phy­si­sche Ton­trä­ger ver­lie­ren wei­ter an Bedeu­tung, wäh­rend digitale Abruf­mo­del­le domi­nie­ren. Diese Ver­schie­bung ver­än­dert nicht nur die Musik­pro­duk­ti­on und ‑dis­tri­bu­ti­on, son­dern auch die Art und Weise, wie Ziel­grup­pen erreicht werden.

Für die Audio- und Radio­bran­che bedeu­tet das: Reich­wei­te ent­steht heute nicht mehr nur über klas­si­sche Kanä­le, son­dern über ein brei­tes Öko­sys­tem aus Strea­ming, Web­ra­dio und On-Demand-Audio.

Strea­ming als Wachs­tums­trei­ber im Musikmarkt

Ein zen­tra­ler Fak­tor der Ent­wick­lung des Musik­markts 2025 ist der anhal­ten­de Boom von Musik-Strea­ming. Platt­for­men wie Spo­ti­fy, Apple Music oder You­Tube Music prä­gen das Nut­zungs­ver­hal­ten ent­schei­dend. Der Kon­sum wird per­so­na­li­sier­ter, mobi­ler und stär­ker algo­rith­misch gesteuert.

Dabei ist beson­ders relevant:

  • Strea­ming bleibt der größ­te Umsatz­trei­ber im Musikmarkt
  • Play­lists erset­zen zuneh­mend klas­si­sche Albenstrukturen
  • Musik wird häu­fi­ger neben­bei kon­su­miert (z. B. beim Arbei­ten, Sport, Autofahren)

Diese Ent­wick­lung hat direk­te Aus­wir­kun­gen auf Audio-Wer­bung. Denn: Wer Musik über Strea­ming hört, ist gleich­zei­tig offen für Audio-Ads – ins­be­son­de­re in wer­be­fi­nan­zier­ten Model­len. Genau hier ent­steht eine wich­ti­ge Schnitt­stel­le zwi­schen Musik­markt und Radiowerbung.

Gen­re­be­liebt­heit in Deutschland

Die Ent­wick­lun­gen des Musik­markts 2025 lie­fern auch aktu­el­le Zah­len zu den Musik­vor­lie­ben der Deut­schen. Gera­de in den Alters­grup­pen gibt es hier­bei deut­li­che Unter­schie­de. Inter­na­tio­na­ler Pop ist in fast allen Alters­grup­pen das belieb­tes­te Genre und erreicht sei­nen Höchst­wert bei den 50- bis 59-Jäh­ri­gen mit 77 %. Jün­ge­re Men­schen bis 29 Jahre bevor­zu­gen neben Pop vor allem inter­na­tio­na­len Rock, Hip-Hop/Rap und EDM, wäh­rend diese Gen­res mit zuneh­men­dem Alter an Bedeu­tung ver­lie­ren. Ab 40 Jah­ren gewin­nen dage­gen Musik der 80er- und 90er-Jahre sowie Oldies deut­lich an Beliebtheit.

Bei den über 70-Jäh­ri­gen sind Oldies (55 %) und Schla­ger (41 %) die belieb­tes­ten Musik­rich­tun­gen, wäh­rend moder­ne Gen­res kaum noch eine Rolle spie­len. Ins­ge­samt zeigt sich ein kla­rer Gene­ra­tio­nen­un­ter­schied zwi­schen moder­nen Musik­sti­len bei Jün­ge­ren und nost­al­gisch gepräg­ten Gen­res bei Älteren.

Hör­ver­hal­ten der Geschlech­ter ist unterschiedlich

Bei der Nut­zung der ver­schie­de­nen Musik­me­di­en zei­gen sich außer­dem inter­es­san­te Unter­schie­de zwi­schen den Geschlech­tern und Alters­grup­pen. Wäh­rend Frau­en 2025 häu­fi­ger Radio hör­ten (32 %) als Män­ner (26 %), nutz­ten Män­ner ver­stärkt Audio-Strea­ming-Diens­te (36 % gegen­über 32 % bei Frau­en). Beson­ders deut­lich wer­den die Unter­schie­de beim Blick auf das Alter: In der Grup­pe der 16- bis 19-Jäh­ri­gen domi­niert Audio-Strea­ming mit 50 Pro­zent der Musik­hör­zeit, wäh­rend Radio ledig­lich auf 7 Pro­zent kommt.

Mit zuneh­men­dem Alter ver­schiebt sich die­ses Ver­hält­nis jedoch deut­lich. Bereits ab 50 Jah­ren wird Radio zum wich­tigs­ten Musik­me­di­um und erreicht bei den 50- bis 59-Jäh­ri­gen sowie den über 60-Jäh­ri­gen jeweils 46 Pro­zent der gesam­ten Musik­nut­zungs­zeit. Gleich­zei­tig nimmt die Bedeu­tung von Audio-Strea­ming von 50 Pro­zent bei den Jüngs­ten auf 26 Pro­zent bei den über 50-Jäh­ri­gen ab. Auch Kurz­vi­deo-Apps und sozia­le Medi­en spie­len vor allem für junge Ziel­grup­pen eine wich­ti­ge Rolle und errei­chen bei den 16- bis 19-Jäh­ri­gen einen Anteil von 19 Pro­zent, wäh­rend sie in den älte­ren Alters­grup­pen nahe­zu bedeu­tungs­los sind. Die Ergeb­nis­se ver­deut­li­chen, dass sich die Medi­en­nut­zung stark nach Alter und Geschlecht unter­schei­det und dadurch viel­fäl­ti­ge Mög­lich­kei­ten für eine ziel­grup­pen­ge­naue Anspra­che im Audio-Mar­ke­ting entstehen. 

Bedeu­tung für Radio und Audiowerbung

Aktu­el­le Markt­da­ten unter­strei­chen die wei­ter­hin hohe Rele­vanz des Medi­ums Radio: Radio bleibt über alle Ver­brei­tungs­we­ge hin­weg das meist­ge­nutz­te Musik­me­di­um in Deutsch­land. Mit einem Anteil von 28,6 Pro­zent an der wöchent­li­chen Musik­nut­zungs­zeit liegt es wei­ter­hin vor allen ande­ren Musik­an­ge­bo­ten. Beson­ders bemer­kens­wert ist dabei die stei­gen­de Nut­zungs­dau­er in jün­ge­ren Alters­grup­pen, was die anhal­ten­de Attrak­ti­vi­tät des Medi­ums auch für kom­men­de Gene­ra­tio­nen belegt.

Wich­ti­ge Entwicklungen:

  • Radio erreicht wei­ter­hin täg­lich Mil­lio­nen Höre­rin­nen und Hörer.
  • Digitale Audio-Ange­bo­te erwei­tern die Reich­wei­te deutlich.
  • Audio-Wer­bung wird daten­ba­sier­ter und zielgerichteter.
  • Mar­ken pro­fi­tie­ren von hoher Auf­merk­sam­keit im Audio-Umfeld.

Beson­ders span­nend ist die Kom­bi­na­ti­on aus klas­si­schem Radio und digi­ta­len Audio-Streams. Dadurch ent­steht eine cross­me­dia­le Reich­wei­te, die Wer­be­kam­pa­gnen deut­lich effi­zi­en­ter macht. Stu­di­en und Markt­ana­ly­sen zei­gen zudem, dass Audio-Wer­bung im Ver­gleich zu visu­el­len Medi­en häu­fig eine höhe­re emo­tio­na­le Wir­kung erzielt – ein kla­rer Vor­teil in einer zuneh­mend über­reiz­ten Medienlandschaft.

Struk­tur­wan­del im Musik- und Audioökosystem

Die aktu­el­le Ent­wick­lung des Musik­markts 2025 ist auch ein Spie­gel des gene­rel­len Medi­en­wan­dels. Inhal­te wer­den nicht mehr line­ar kon­su­miert, son­dern fle­xi­bel und bedarfsgesteuert.

Zen­tra­le Trends:

  • On-Demand-Nut­zung ersetzt feste Sendezeiten
  • Play­lists wer­den zu neuen „Radio­pro­gram­men“
  • Per­so­na­li­sie­rung bestimmt die Content-Ausspielung
  • Audio wird stär­ker mit Daten und KI verknüpft

Die­ser Wan­del führt dazu, dass sich auch die Rolle von Radio­wer­bung ver­än­dert. Kam­pa­gnen müs­sen heute platt­form­über­grei­fend gedacht wer­den – von klas­si­schem UKW-Radio bis hin zu digi­ta­len Audio-Streams und Podcasts.

Kern­aus­sa­gen auf einen Blick

Die Ent­wick­lung des Musik­markts 2025 zeigt klar: Der Musik- und Audio­markt wächst wei­ter, ver­än­dert sich jedoch fun­da­men­tal in Rich­tung digi­ta­ler, per­so­na­li­sier­ter Nut­zung. Strea­ming bleibt der domi­nie­ren­de Trei­ber, wäh­rend klas­si­sches Radio seine Stär­ke durch Hybrid­mo­del­le und digitale Erwei­te­run­gen aus­baut. Für den Markt ins­ge­samt ent­steht damit ein hoch­dy­na­mi­sches Umfeld, in dem Radio, Strea­ming und On-Demand-Audio nicht kon­kur­rie­ren, son­dern gemein­sam wach­sen. Audio bleibt damit eines der rele­van­tes­ten und wir­kungs­volls­ten Wer­be­me­di­en der Zukunft.

Quel­le: Musik­in­dus­trie in Zah­len 2025, Bei­trags- und Vor­schau­bild via BVMI – Musik­in­dus­trie in Zah­len 2025 (modi­fi­ziert durch STUDIO GONG)


Alle Autoren 
Andreas Lang
Andre­as Lang 
Geschäfts­füh­rer
Michael Reuter
Micha­el Reuter 
Mar­ke­ting­lei­ter
Marina Regulin
Mari­na Regulin 
Mar­ke­ting-Mana­ge­rin Kommunikation
Julia Marks
Julia Marks 
Mar­ke­ting-Mana­ge­rin New Business
Jessica Köhler
Jes­si­ca Köhler 
Team-Assis­ten­tin Kommunikation
Sabine Rost
Sabi­ne Rost 
Assis­tenz der Mar­ke­ting- und Verkaufsleitung
Carina Bauer
Cari­na Bauer 
Mar­ke­ting-Mana­ge­rin Kom­mu­ni­ka­ti­on
(Seni­or)
Katharina Zeschke
Katha­ri­na Zeschke 
Audio-Exper­tin