Musikmarkt 2025: Wachstum trotz Umbruch
Die Entwicklung des Musikmarkts 2025 ist weiterhin von Wachstum geprägt – allerdings in einem zunehmend digitalen und fragmentierten Umfeld. Laut aktuellen Branchenanalysen der deutschen Musikindustrie bleibt der Markt stabil auf Wachstumskurs, insbesondere getragen durch eine hohe Nutzung digitaler Audioangebote Musikindustrie in Zahlen 2025.

Gleichzeitig zeigt sich: Klassische physische Tonträger verlieren weiter an Bedeutung, während digitale Abrufmodelle dominieren. Diese Verschiebung verändert nicht nur die Musikproduktion und ‑distribution, sondern auch die Art und Weise, wie Zielgruppen erreicht werden.
Für die Audio- und Radiobranche bedeutet das: Reichweite entsteht heute nicht mehr nur über klassische Kanäle, sondern über ein breites Ökosystem aus Streaming, Webradio und On-Demand-Audio.
Streaming als Wachstumstreiber im Musikmarkt
Ein zentraler Faktor der Entwicklung des Musikmarkts 2025 ist der anhaltende Boom von Musik-Streaming. Plattformen wie Spotify, Apple Music oder YouTube Music prägen das Nutzungsverhalten entscheidend. Der Konsum wird personalisierter, mobiler und stärker algorithmisch gesteuert.
Dabei ist besonders relevant:
- Streaming bleibt der größte Umsatztreiber im Musikmarkt
- Playlists ersetzen zunehmend klassische Albenstrukturen
- Musik wird häufiger nebenbei konsumiert (z. B. beim Arbeiten, Sport, Autofahren)
Diese Entwicklung hat direkte Auswirkungen auf Audio-Werbung. Denn: Wer Musik über Streaming hört, ist gleichzeitig offen für Audio-Ads – insbesondere in werbefinanzierten Modellen. Genau hier entsteht eine wichtige Schnittstelle zwischen Musikmarkt und Radiowerbung.

Genrebeliebtheit in Deutschland
Die Entwicklungen des Musikmarkts 2025 liefern auch aktuelle Zahlen zu den Musikvorlieben der Deutschen. Gerade in den Altersgruppen gibt es hierbei deutliche Unterschiede. Internationaler Pop ist in fast allen Altersgruppen das beliebteste Genre und erreicht seinen Höchstwert bei den 50- bis 59-Jährigen mit 77 %. Jüngere Menschen bis 29 Jahre bevorzugen neben Pop vor allem internationalen Rock, Hip-Hop/Rap und EDM, während diese Genres mit zunehmendem Alter an Bedeutung verlieren. Ab 40 Jahren gewinnen dagegen Musik der 80er- und 90er-Jahre sowie Oldies deutlich an Beliebtheit.
Bei den über 70-Jährigen sind Oldies (55 %) und Schlager (41 %) die beliebtesten Musikrichtungen, während moderne Genres kaum noch eine Rolle spielen. Insgesamt zeigt sich ein klarer Generationenunterschied zwischen modernen Musikstilen bei Jüngeren und nostalgisch geprägten Genres bei Älteren.

Hörverhalten der Geschlechter ist unterschiedlich
Bei der Nutzung der verschiedenen Musikmedien zeigen sich außerdem interessante Unterschiede zwischen den Geschlechtern und Altersgruppen. Während Frauen 2025 häufiger Radio hörten (32 %) als Männer (26 %), nutzten Männer verstärkt Audio-Streaming-Dienste (36 % gegenüber 32 % bei Frauen). Besonders deutlich werden die Unterschiede beim Blick auf das Alter: In der Gruppe der 16- bis 19-Jährigen dominiert Audio-Streaming mit 50 Prozent der Musikhörzeit, während Radio lediglich auf 7 Prozent kommt.
Mit zunehmendem Alter verschiebt sich dieses Verhältnis jedoch deutlich. Bereits ab 50 Jahren wird Radio zum wichtigsten Musikmedium und erreicht bei den 50- bis 59-Jährigen sowie den über 60-Jährigen jeweils 46 Prozent der gesamten Musiknutzungszeit. Gleichzeitig nimmt die Bedeutung von Audio-Streaming von 50 Prozent bei den Jüngsten auf 26 Prozent bei den über 50-Jährigen ab. Auch Kurzvideo-Apps und soziale Medien spielen vor allem für junge Zielgruppen eine wichtige Rolle und erreichen bei den 16- bis 19-Jährigen einen Anteil von 19 Prozent, während sie in den älteren Altersgruppen nahezu bedeutungslos sind. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass sich die Mediennutzung stark nach Alter und Geschlecht unterscheidet und dadurch vielfältige Möglichkeiten für eine zielgruppengenaue Ansprache im Audio-Marketing entstehen.
Wichtige Entwicklungen: