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Kam­­pa­­g­nen-ROI steigt mit zuneh­men­den Audio-Anteil 

| Julia Marks |

Audio­wer­bung gehört in jeden Media­mix! Warum? Aktu­el­le ROI-Daten zei­gen: Radio und Digi­tal Audio kön­nen nicht nur star­ke kurz­fris­ti­ge Ergeb­nis­se erzie­len, son­dern auch den Gesamt-ROI einer Kam­pa­gne deut­lich ver­bes­sern. Für Mar­ken eröff­net sich damit ein rele­van­ter Hebel, um bestehen­de Media­bud­gets effi­zi­en­ter einzusetzen.

Das Beitragsbild zeigt einen Lautstärkeregler. Zudem leuchten kleine Lampen in Rot und Orange.

Audio wird zum stra­te­gi­schen Bestand­teil des Mediamix

Die Medi­en­land­schaft ver­än­dert sich – und mit ihr die Art, wie Men­schen Audio kon­su­mie­ren. Radio wird längst nicht mehr aus­schließ­lich über das klas­si­sche Radio­ge­rät gehört. Smart­phones, Con­nec­ted Devices, Strea­ming­an­ge­bo­te und Pod­casts haben die Mög­lich­kei­ten des Audio-Kon­sums deut­lich erwei­tert. Für Wer­bung­trei­ben­de bedeu­tet das: Audio ist heute ein mul­ti­platt­form­fä­hi­ges Medi­um. Klas­si­sches Broad­cast Radio und Digi­tal Audio kön­nen unter­schied­li­che Stär­ken aus­spie­len und sich inner­halb einer Kam­pa­gne ergänzen.

Genau hier setzt die aktu­el­le Stu­die „High Gain Audio“ von WPP Media und Radio­cent­re an. Die Unter­su­chung ana­ly­siert die Wir­kung und Pro­fi­ta­bi­li­tät von Broad­cast Radio und Digi­tal Audio und ver­gleicht Audio mit ande­ren Medienkanälen.

Die Ergeb­nis­se zei­gen: Audio kann inner­halb des Media­mix einen über­pro­por­tio­na­len Bei­trag zur Kam­pa­gnen­per­for­mance leis­ten. Beson­ders inter­es­sant ist dabei nicht nur der eige­ne ROI von Audio, son­dern die Frage, wie sich ein höhe­rer Audio-Anteil auf den Gesamt-ROI einer Kam­pa­gne auswirkt.

Mehr Audio kann den gesam­ten Kam­pa­gnen-ROI steigern

Eine der span­nends­ten Erkennt­nis­se der Stu­die betrifft den Anteil von Audio am gesam­ten Mediabudget.

Die Ana­ly­se von sechs Kam­pa­gnen aus dem Mul­ti­plat­form Audio Data­set zeigt, dass der kurz­fris­ti­ge Gesamt-ROI mit stei­gen­dem Audio-Anteil zunächst kon­ti­nu­ier­lich zunimmt. Der Effekt lässt sich dabei kon­kret beziffern:

  • 5 % Audio-Anteil: +4,7 % kurz­fris­ti­ger Gesamt-ROI
  • 10 % Audio-Anteil: +6,7 %
  • 15 % Audio-Anteil: +7,0 %
  • 20 % Audio-Anteil: +8,3 %
  • 25 % Audio-Anteil: +9,1 %

Der höchs­te gemes­se­ne Wert wird damit bei einem Audio-Anteil von 25 % des gesam­ten Media­bud­gets erreicht. Bei die­sem Bud­get­an­teil liegt der kurz­fris­ti­ge Gesamt-ROI der Kam­pa­gnen um 9,1 % über dem Ver­gleichs­wert ohne Audio.

Was bedeu­tet ein Audio-Anteil von 25 % konkret?

Ein Bei­spiel macht die Grö­ßen­ord­nung greif­ba­rer: Bei einem Media­bud­get von 100.000 Euro wür­den 25 % einem Audio-Bud­get von 25.000 Euro ent­spre­chen. Die Stu­die sagt dabei nicht, dass jede Kam­pa­gne mit exakt 25 % Audio auto­ma­tisch den höchs­ten ROI erzielt. Viel­mehr zeigt die Unter­su­chung anhand der ana­ly­sier­ten Kam­pa­gnen, dass sich der kurz­fris­ti­ge Gesamt-ROI bei einer ent­spre­chen­den Gewich­tung von Audio maxi­mie­ren lässt.

Das ist ein wich­ti­ger Unter­schied. Die Erkennt­nis ist kein pau­scha­les Rezept für jede Marke, son­dern ein Hin­weis dar­auf, dass Audio in vie­len Media­plä­nen mehr Bud­get ver­die­nen könn­te, als ihm aktu­ell zuge­stan­den wird. Gera­de in einem zuneh­mend frag­men­tier­ten Medi­en­markt wird die Frage nach der opti­ma­len Bud­get­ver­tei­lung wich­ti­ger. Wenn ein Medi­um nicht nur selbst effi­zi­ent arbei­tet, son­dern gleich­zei­tig die Gesamt­per­for­mance des Media­mix ver­bes­sern kann, soll­te die­ser Effekt in der Pla­nung berück­sich­tigt werden.

Audio über­zeugt auch beim direk­ten ROI-Vergleich

Inter­es­sant ist außer­dem der Ver­gleich mit ande­ren Medienkanälen.

Beim kurz­fris­ti­gen Pro­fit-ROI errei­chen Digi­tal Audio 2,70 £ und Broad­cast Radio 2,30 £ je inves­tier­tem Pfund. Damit lie­gen beide Audio­for­ma­te in der Unter­su­chung vor meh­re­ren rei­nen Digi­tal-Kanä­len. Zum Ver­gleich: Online Video erreicht 2,30 £, Paid Social 1,80 £ und Online Dis­play 1,60 £. Gene­ric PPC liegt bei 2,30 £.

Noch deut­li­cher wird der Unter­schied bei der Betrach­tung des lang­fris­ti­gen Pro­fit-ROI. Hier erzielt Digi­tal Audio 5,20 £ je inves­tier­tem Pfund, Broad­cast Radio 4,80 £. Online Video kommt auf 3,90 £, Gene­ric PPC auf 3,50 £, Online Dis­play auf 3,00 £ und Paid Social auf 2,30 £.

Damit zeigt die Stu­die einen wich­ti­gen Punkt: Audio kann nicht nur kurz­fris­tig effi­zi­ent sein. Über die gesam­te Kam­pa­gnen­lauf­zeit wird der Abstand zu ver­schie­de­nen Digi­tal-Kanä­len sogar größer.

Warum Audio­wer­bung häu­fig unter­schätzt wird

Bei der Bewer­tung von Medi­en ste­hen häu­fig kurz­fris­tig mess­ba­re Kenn­zah­len im Mit­tel­punkt. Klicks, Impres­si­ons oder unmit­tel­ba­re Con­ver­si­ons las­sen sich in digi­ta­len Kanä­len sehr detail­liert beob­ach­ten. Audio funk­tio­niert teil­wei­se anders. Eine Radio­kam­pa­gne kann bei­spiels­wei­se Auf­merk­sam­keit und Mar­ken­be­kannt­heit auf­bau­en, einen Kauf­im­puls aus­lö­sen oder dafür sor­gen, dass eine Marke zu einem spä­te­ren Zeit­punkt bei einer Kauf­ent­schei­dung prä­sent ist.

Genau des­halb ist die lang­fris­ti­ge Betrach­tung inter­es­sant. Die „High Gain Audio“-Analyse zeigt, dass die Pro­fi­ta­bi­li­tät von Audio über die gesam­te Kam­pa­gnen­lauf­zeit beson­ders stark aus­fal­len kann. Für Wer­bung­trei­ben­de bedeu­tet das: Der Erfolg einer Audio­kam­pa­gne soll­te nicht aus­schließ­lich anhand unmit­tel­ba­rer Reak­tio­nen beur­teilt wer­den. Mar­ken­wir­kung und lang­fris­ti­ge wirt­schaft­li­che Effek­te gehö­ren eben­falls zur Gesamtbetrachtung.

Was bedeu­tet das für Werbungtreibende?

Für Unter­neh­men ergibt sich dar­aus vor allem eine neue Per­spek­ti­ve auf die Bud­get­ver­tei­lung. Audio­wer­bung soll­te nicht aus­schließ­lich als Ergän­zung zu ande­ren Medi­en betrach­tet wer­den. Viel­mehr kann Audio ein eigen­stän­di­ger und stra­te­gisch rele­van­ter Bestand­teil des Media­mix sein. Die aktu­el­len Ergeb­nis­se lie­fern dafür kon­kre­te Argu­men­te: Bereits bei 5 % Audio-Anteil zeigt sich in der unter­such­ten Kam­pa­gnen­ba­sis ein posi­ti­ver Effekt von 4,7 % auf den kurz­fris­ti­gen Gesamt-ROI. Mit stei­gen­dem Audio-Anteil wächst die­ser Effekt wei­ter und erreicht bei 25 % sei­nen Höchst­wert von 9,1 %.

Dabei geht es nicht darum, pau­schal ein ande­res Medi­um durch Radio oder Digi­tal Audio zu erset­zen. Ent­schei­dend ist viel­mehr die Frage, wel­che Kom­bi­na­ti­on ver­schie­de­ner Medi­en die höchs­te Gesamt­wir­kung erzielt. Gera­de hier kann Audio seine Stär­ke aus­spie­len: Reich­wei­te, Wie­der­ho­lung, emo­tio­na­le Anspra­che und lang­fris­ti­ge Mar­ken­wir­kung las­sen sich mit digi­ta­len Mög­lich­kei­ten kombinieren.

Audio­wer­bung wird zum ROI-Hebel

Die aktu­el­len Ergeb­nis­se der „High Gain Audio“-Studie lie­fern ein kla­res Signal für den Audio- und Radio­markt: Audio­wer­bung kann deut­lich mehr leis­ten als reine Reichweitenkommunikation.

Beson­ders aus­sa­ge­kräf­tig ist der Blick auf den gesam­ten Media­mix. Die unter­such­ten Kam­pa­gnen zei­gen einen kon­ti­nu­ier­li­chen Anstieg des kurz­fris­ti­gen Gesamt-ROI. Gleich­zei­tig zei­gen die ROI-Daten, dass sowohl Broad­cast Radio als auch Digi­tal Audio im direk­ten Ver­gleich mit ver­schie­de­nen Digi­tal-Kanä­len sehr wett­be­werbs­fä­hig sind – ins­be­son­de­re bei der lang­fris­ti­gen Profitabilität.

Audio darf im Media­mix nicht untergehen

In vie­len Media­mi­xes ist Audio noch immer deut­lich unter­re­prä­sen­tiert. Radio und Digi­tal Audio machen häu­fig nur einen klei­nen Teil des Gesamt­bud­gets aus – obwohl genau hier erheb­li­ches Poten­zi­al für die Kam­pa­gnen­wir­kung lie­gen kann. Die Ergeb­nis­se der Unter­su­chung zei­gen: Wer den Audio-Anteil erhöht, kann damit einen deut­lich posi­ti­ven Effekt auf den Gesamt-ROI der Kam­pa­gne erzie­len. Audio ist dabei nicht nur ein ergän­zen­des Medi­um, das neben­bei mit­läuft. Eine stär­ke­re Gewich­tung kann dazu bei­tra­gen, die Gesamt­wir­kung des Media­mi­xes spür­bar zu verbessern.

Denn wer Audio bis­lang nur mit einem klei­nen Bud­get­an­teil ein­plant, könn­te einen rele­van­ten Wir­kungs­he­bel unge­nutzt las­sen. Die Bot­schaft ist des­halb klar: Mehr Mut zu Audio kann den Unter­schied machen.

 


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