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Lokal­me­di­en­ta­ge 2026: Zwi­schen KI, AI Act und der Zukunft des Radios 


Die Lokal­me­di­en­ta­ge 2026 zei­gen, wie die loka­le Medi­en­bran­che den digi­ta­len Wan­del gestal­tet: Radio, Audio und neue Tech­no­lo­gien wach­sen immer stär­ker zusam­men. Im Mit­tel­punkt stan­den der prak­ti­sche Ein­satz von KI, regu­la­to­ri­sche Fra­gen rund um den AI Act und die Zukunft der Audiowerbung.

Das Beitragsbild zeigt den Empfangsbereich der Lokalmedientage auf der Messe Nürnberg. Im Vordergrund steht in großen weißen Buchstaben "#LMT26".Aus Lokal­rund­funk­ta­gen wer­den Lokal­me­di­en­ta­ge: Ein eta­blier­tes Bran­chen­event ent­wi­ckelt sich weiter

Die Lokal­me­di­en­ta­ge 2026 ste­hen für die Wei­ter­ent­wick­lung einer lang­jäh­rig eta­blier­ten Bran­chen­ver­an­stal­tung. Aus den seit vie­len Jah­ren in Nürn­berg statt­fin­den­den Lokal­rund­funk­ta­gen wur­den erst­mals die Lokal­me­di­en­ta­ge. Die neue Bezeich­nung trägt der ver­än­der­ten Medi­en­land­schaft Rech­nung: Loka­le Medi­en bestehen heute längst nicht mehr aus­schließ­lich aus Radio und Fern­se­hen, son­dern umfas­sen auch Pod­casts, Strea­ming-Ange­bo­te, Social Media, digitale Platt­for­men und wei­te­re Audioformate.

Im Hintergrund der Messestand von STUDIO GONG, zuvor die Mitarbeiter und der Geschäftsführer Andreas Lang.Mit der Umbe­nen­nung wird deut­lich, dass sich auch die Auf­ga­ben loka­ler Medi­en­häu­ser ver­än­dert haben. Sie pro­du­zie­ren Inhal­te nicht mehr nur für klas­si­sche Kanä­le, son­dern ent­wi­ckeln zuneh­mend cross­me­dia­le Ange­bo­te und digitale Stra­te­gien. Die Eröff­nung der Lokal­me­di­en­ta­ge 2026 mach­te deut­lich, wel­che Bedeu­tung loka­le Medi­en für Gesell­schaft, Mei­nungs­bil­dung und regio­na­le Iden­ti­tät haben. Gleich­zei­tig wurde sicht­bar, dass tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lun­gen und neue Ver­mark­tungs­mo­del­le ent­schei­dend sein wer­den, um die Zukunft loka­ler Medi­en erfolg­reich zu gestalten.

Radio bleibt ein star­kes Medi­um im digi­ta­len Wandel

Trotz einer ste­tig wach­sen­den Zahl digi­ta­ler Platt­for­men bleibt Radio ein fes­ter Bestand­teil des Medi­en­all­tags. Die Lokal­me­di­en­ta­ge 2026 unter­stri­chen erneut die Bedeu­tung des Hör­funks als reich­wei­ten­star­kes und glaub­wür­di­ges Medi­um. Beson­ders loka­le Radio­pro­gram­me ver­fü­gen über eine beson­de­re Stär­ke: Sie schaf­fen Nähe. Regio­na­le Infor­ma­tio­nen, ver­trau­te Stim­men und die Ver­bin­dung zum direk­ten Lebens­um­feld sor­gen für eine hohe Bin­dung zu den Höre­rin­nen und Hörern.

Diese Eigen­schaf­ten machen Radio auch für Wer­bung­trei­ben­de attrak­tiv. Audio­wer­bung ver­bin­det Reich­wei­te mit Emo­ti­on und erreicht Men­schen in vie­len All­tags­si­tua­tio­nen – bei­spiels­wei­se unter­wegs, am Arbeits­platz oder zu Hause. Gera­de die Kom­bi­na­ti­on aus loka­ler Rele­vanz und moder­ner digi­ta­ler Aus­spie­lung bie­tet Unter­neh­men viel­fäl­ti­ge Mög­lich­kei­ten, ihre Ziel­grup­pen wir­kungs­voll anzusprechen.

Künst­li­che Intel­li­genz in der Medi­en­pra­xis: Von Coding bis zu kon­kre­ten Anwendungen

Künst­li­che Intel­li­genz war eines der bestim­men­den The­men der Lokal­me­di­en­ta­ge 2026. Im Mit­tel­punkt stand dabei weni­ger die Tech­no­lo­gie selbst, son­dern vor allem die prak­ti­sche Frage: Wie kön­nen Medi­en­un­ter­neh­men KI sinn­voll und rechts­kon­form einsetzen?

Ein wich­ti­ger Impuls kam durch Jim Sengl und den Blick auf Coding und digitale Ent­wick­lung. Dabei wurde deut­lich, dass tech­ni­sches Ver­ständ­nis und digitale Kom­pe­ten­zen zuneh­mend zu wich­ti­gen Fak­to­ren moder­ner Medi­en­ar­beit wer­den. Coding zeigt exem­pla­risch, wie Medi­en­häu­ser ihre tech­no­lo­gi­schen Fähig­kei­ten aus­bau­en kön­nen. Wer digitale Sys­te­me ver­steht, kann neue Werk­zeu­ge bes­ser bewer­ten, Pro­zes­se effi­zi­en­ter gestal­ten und inno­va­ti­ve Lösun­gen entwickeln.

Jim Sengl (KI.M / Medien.Bayern) prä­sen­tiert bei den Lokal­me­di­en­ta­gen 2026 im NCC Mitte der Nürn­berg Messe span­nen­de Ein­bli­cke in die Zukunft der loka­len Medien. 

Exkurs: Das KI-Real­la­bor Bay­ern zeigt Wege in die prak­ti­sche Anwendung

Wie der Ein­satz von Künst­li­cher Intel­li­genz in Medi­en­un­ter­neh­men kon­kret aus­se­hen kann, zeigt das KI-Real­la­bor Bay­ern. Die Initia­ti­ve steht bei­spiel­haft dafür, wie neue Tech­no­lo­gien pra­xis­nah erprobt und auf ihre tat­säch­li­chen Ein­satz­mög­lich­kei­ten geprüft wer­den kön­nen. Der Fokus liegt dabei nicht aus­schließ­lich auf tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten, son­dern auf der prak­ti­schen Frage: Wel­chen Mehr­wert kann KI im Arbeits­all­tag von Medi­en­un­ter­neh­men schaffen?

Für Medi­en­häu­ser erge­ben sich dadurch wich­ti­ge Erfahrungen:

  • Wel­che Pro­zes­se kön­nen sinn­voll unter­stützt werden?
  • Wo ent­ste­hen Effizienzgewinne?
  • Wel­che Anwen­dun­gen bie­ten einen ech­ten Mehrwert?
  • Wie las­sen sich neue Tech­no­lo­gien ver­ant­wor­tungs­voll integrieren

Der Blick auf sol­che Pra­xis­bei­spie­le zeigt: Erfolg­rei­cher KI-Ein­satz ent­steht nicht allein durch die Ver­füg­bar­keit neuer Tools. Ent­schei­dend sind Kom­pe­tenz, Stra­te­gie und ein ver­ant­wor­tungs­vol­ler Umgang mit Tech­no­lo­gie. Dr. Thors­ten Schmie­ge, Prä­si­dent der BLM, sieht im KI-Real­la­bor Bay­ern einen wich­ti­gen Bau­stein für die Medienlandschaft:

Künst­li­che Intel­li­genz wird für Medi­en­häu­ser nur dann rele­vant, wenn aus Ideen kon­kre­te, vor allem aber rechts­si­che­re Anwen­dun­gen wer­den. Genau dafür schafft das KI-Real­la­bor des KI.M einen Rah­men. Die Ergeb­nis­se ste­hen der gesam­ten Bran­che zur Ver­fü­gung, was gera­de für klei­ne­re und mitt­le­re Medi­en­un­ter­neh­men die Ent­wick­lung von Pro­to­ty­pen erleichtert.“

AI Act: Zwi­schen Inno­va­ti­on und Verantwortung

Neben den Mög­lich­kei­ten Künst­li­cher Intel­li­genz spiel­te auf den Lokal­me­di­en­ta­gen 2026 auch die regu­la­to­ri­sche Per­spek­ti­ve eine wich­ti­ge Rolle. Der AI Act der Euro­päi­schen Union stellt Medi­en­un­ter­neh­men vor neue Her­aus­for­de­run­gen und beschäf­tigt die Bran­che, ins­be­son­de­re beim Umgang mit KI-gene­rier­ten Inhal­ten. Gera­de für Radio und Audio erge­ben sich beson­de­re Fra­ge­stel­lun­gen. Syn­the­ti­sche Stim­men, auto­ma­ti­sier­te Inhal­te oder KI-gestütz­te Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se eröff­nen neue Mög­lich­kei­ten, müs­sen aber gleich­zei­tig trans­pa­rent und ver­ant­wor­tungs­voll ein­ge­setzt werden.

Katharina Zeschke, Audio-Expertin und KI-Beauftragte, präsentiert auf der Bühne der Lokalmedientage 2026 ihre Erkenntnisse zum Einfluss des AI Act auf die Audiobranche. Mitreißende Diskussionen und innovative Perspektiven prägen die Konferenz im NCC Mitte Nürnberg.
Katha­ri­na Zesch­ke, Audio-Exper­tin und KI-Beauf­trag­te, prä­sen­tiert auf der Bühne der Lokal­me­di­en­ta­ge 2026 ihre Erkennt­nis­se zum Ein­fluss des AI Act auf die Audiobranche.

Das Panel “Ach­tung, KI spricht!” der Audio­ex­per­tin Katha­ri­na Zesch­ke zeig­te ein­deu­tig, dass Medi­en­un­ter­neh­men einen Weg fin­den müs­sen, Inno­va­ti­on und Ver­trau­en mit­ein­an­der zu ver­bin­den. Im Panel ging es um kon­kre­te Hör­bei­spie­le, KI-Wer­be­spots und Pra­xis­fäl­len, wel­che Audio­in­hal­te künf­tig betrof­fen sein kön­nen und warum die Umset­zung beson­de­re Anfor­de­run­gen an die Bran­che stellt. Im Mit­tel­punkt stan­den aktu­el­le Ent­wick­lun­gen rund um den AI Act, Leit­li­ni­en und den geplan­ten Code of Prac­ti­ce sowie die Frage, wie Kenn­zeich­nung und Trans­pa­renz im Audio­all­tag funk­tio­nie­ren können.

Dis­ku­tiert wur­den unter ande­rem der Umgang mit Deepf­akes, KI-gene­rier­ten Stim­men, Ver­ant­wort­lich­kei­ten ent­lang der Pro­duk­ti­ons­ket­te und mög­li­che Lösun­gen für Medi­en­un­ter­neh­men. Auch aus Sicht der Audio­bran­che wurde deut­lich: Es gibt der­zeit noch zahl­rei­che offe­ne Fra­gen, für die zeit­nah prak­ti­ka­ble Lösun­gen ent­wi­ckelt wer­den müs­sen. Für Audio ist Glaub­wür­dig­keit ein zen­tra­ler Erfolgs­fak­tor. Die Stim­me, die per­sön­li­che Anspra­che und die jour­na­lis­ti­sche Ein­ord­nung sind wesent­li­che Bestand­tei­le der Radio­wir­kung. Diese Werte müs­sen auch beim Ein­satz neuer Tech­no­lo­gien erhal­ten bleiben.

Unser CEO Andre­as Lang mach­te auf dem Panel deut­lich, dass die Bran­che vor der Her­aus­for­de­rung steht, Inno­va­ti­on und Rechts­si­cher­heit mit­ein­an­der zu ver­bin­den. Gera­de im Audio-Bereich braucht es klare Rah­men­be­din­gun­gen und umsetz­ba­re Stan­dards, damit neue Tech­no­lo­gien genutzt wer­den kön­nen, ohne das wich­tigs­te Gut von Radio und Audio zu gefähr­den: Vertrauen.

Ach­tung, KI spricht! «« Hier zum Nachhören!

Fazit: Die Zukunft loka­ler Medi­en ver­bin­det Erfah­rung und Innovation

Die Lokal­me­di­en­ta­ge 2026 haben gezeigt, dass sich Radio und Audio in einem dyna­mi­schen Ver­än­de­rungs­pro­zess befin­den. Gleich­zei­tig blei­ben die Kern­stär­ken des Medi­ums erhal­ten: Nähe, Ver­trau­en und emo­tio­na­le Wir­kung. Die im Mit­tel­punkt ste­hen­den Dis­kus­sio­nen rund um KI und den AI Act ver­deut­li­chen aber, dass zukünf­tig tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lun­gen die Medi­en­bran­che nach­hal­tig prä­gen wer­den. Doch wer sich im Audio­markt der Zukunft behaup­ten will, muss sich fra­gen: Reicht es noch, auf bewähr­te Medi­en­kom­pe­tenz zu ver­trau­en und diese in den Vor­der­grund zu stel­len, oder ent­schei­det künf­tig der muti­ge Ein­satz neuer Tech­no­lo­gien über Erfolg und Relevanz?

Quel­len: Vor­schau- und Bei­trags­bild, Panel-Bil­der © Medien.Bayern GmbH / Lokalmedientage


Alle Autoren 
Andreas Lang
Andre­as Lang 
Geschäfts­füh­rer
Michael Reuter
Micha­el Reuter 
Mar­ke­ting­lei­ter
Marina Regulin
Mari­na Regulin 
Mar­ke­ting-Mana­ge­rin Kommunikation
Julia Marks
Julia Marks 
Mar­ke­ting-Mana­ge­rin New Business
Jessica Köhler
Jes­si­ca Köhler 
Team-Assis­ten­tin Kommunikation
Sabine Rost
Sabi­ne Rost 
Assis­tenz der Mar­ke­ting- und Verkaufsleitung
Carina Bauer
Cari­na Bauer 
Mar­ke­ting-Mana­ge­rin Kom­mu­ni­ka­ti­on
(Seni­or)
Katharina Zeschke
Katha­ri­na Zeschke 
Audio-Exper­tin