Trend 2022: Wer­be­um­sät­ze Online-Audio steigen

Coro­na und der Ukrai­ne-Krieg sor­gen für Ver­un­si­che­rung bei Wer­be­trei­ben­den und setz­ten damit den Hör­funk­markt unter Druck. Das Markt­seg­ment Online-Audio zeigt sich dage­gen bis­lang unbe­ein­druckt und setzt sei­nen Wachs­tums­kurs auch 2022 fort.

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(Col­la­ge STUDIO GONG)

Ukrai­ne-Krieg bremst Radio­bran­che aus

Die Radio­bran­che ist gut in das neue Jahr gestar­tet, droht aber aktu­ell durch die Aus­wir­kun­gen des Ukrai­ne-Krie­ges deut­lich an Schwung zu ver­lie­ren. Kri­sen­zei­ten sind eigent­lich gute Zei­ten für Radio. Das Medi­um kann mit sei­ner Akti­vie­rungs­kraft schnell Kun­den in die Läden brin­gen. Aktu­ell kann diese Stär­ke aber nur bedingt genutzt wer­den. Die hohen Kos­ten für Ener­gie, Lebens­mit­tel und viele Dinge des täg­li­chen Lebens trü­ben die Kon­sum­lau­ne der Ver­brau­cher und hem­men Inves­ti­tio­nen der Unter­neh­men. Hinzu kom­men die sich ver­stär­ken­den Lie­fer­ket­ten­pro­ble­me und der embargo­be­ding­te Man­gel an Roh­stof­fen, der sich in immer mehr Bran­chen bemerk­bar macht.

Ver­än­de­run­gen im Buchungsverhalten

Bereits in den letz­ten bei­den Pan­de­mie­jah­ren hat sich die Kurz­fris­tig­keit der Wer­be­bu­chun­gen erhöht. Dane­ben ist der Bera­tungs­be­darf und der Wunsch nach größt­mög­li­cher Fle­xi­bi­li­tät gestie­gen. Die­ser Trend hat sich seit dem Ukrai­ne-Krieg wei­ter ver­stärkt. Die Wer­be­bran­che fährt aktu­ell „auf Sicht“. Frank Vogel, der Geschäfts­füh­rer der Ad Alli­an­ce, the­ma­ti­siert noch eine wei­te­re Veränderung:

Es ist ein erhöh­tes Maß an Sen­si­bi­li­tät hin­sicht­lich Plat­zie­run­gen und Tona­li­tät erfor­der­lich, denn Mar­ken­kom­mu­ni­ka­ti­on wird seit der Coro­na-Pan­de­mie anders wahrgenommen“.

Ver­mark­tung wird digitaler

Das Online-Audio-Geschäft wird für Radio­an­bie­ter immer bedeut­sa­mer, weil die Werbe-Gel­der zuneh­mend der stei­gen­den Nut­zung von nicht-linea­ren Audio-Ange­bo­ten fol­gen. Online-Audio stellt dabei, ins­be­son­de­re durch eine höhe­re Erreich­bar­keit und Akzep­tanz bei jün­ge­ren Ziel­grup­pen, eine sinn­vol­le Ergän­zung zu klas­si­schen UKW-Ange­bo­ten dar.

Wer­be­um­sät­ze für Online-Audio stei­gen auf 110 Mio. Euro

Die Fokus­grup­pe Digi­tal Audio im Bun­des­ver­band Digitale Wirt­schaft (BVDW) gibt mit den Markt­zah­len „Online-Audio und Pod­cast 2022“ eine stei­gen­de Pro­gno­se für das lau­fen­de Jahr ab. Die Höhe der Wer­be­um­sät­ze soll dabei erst­mals im drei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­reich lie­gen. Für 2022 wird mit Wer­be­um­sät­zen in Höhe von 110 Mil­lio­nen Euro gerech­net. Der Online-Audio-Markt befin­det sich damit auf einem kon­ti­nu­ier­li­chen Wachs­tums­pfad. Die Ein­schät­zung für 2022 liegt um 20 Mil­lio­nen über dem Vor­jahr. In den letz­ten fünf Jah­ren hat sich der Umsatz dabei mehr als verdoppelt.

Grafik "Werbeumsätze Online-Audio BVDW"

Quel­le: Web­site BVDW

Online-Audio hat sich in den letz­ten Jah­ren zu einem der viel­ver­spre­chends­ten Markt­seg­men­te im Bereich der Wer­be­ver­mark­tung ent­wi­ckelt. Das die Umsät­ze trotz der Aus­wir­kun­gen der Covid-Pan­de­mie und der wahr­schein­li­chen Fol­gen des Ukrai­ne-Krie­ges wei­ter­hin so deut­lich wach­sen, zeigt, dass Digi­tal Audio mehr als ein Trend­me­di­um ist. Es ist selbst in Kri­sen­zei­ten ein sta­bi­ler und zuver­läs­si­ger Kanal für Wer­be­trei­ben­de. Daher wird Digi­tal Audio in Zukunft an Bedeu­tung gewin­nen“ erläu­tert Tina Jür­gens, Vor­sit­zen­de der Fokus­grup­pe Digi­tal Audio des BVDW.

Wenn Sie mehr über Online-Audio erfah­ren wol­len, steht Ihnen unser Ver­kaufs­team gern für ein per­sön­li­ches Gespräch zur Verfügung.

Autor Michael Reuter