Ukrai­ni­sche Nach­rich­ten für Kriegsflüchtlinge

Hun­dert­tau­sen­de von Flücht­lin­gen sind seit Aus­bruch des Ukrai­ne­krie­ges bereits nach Deutsch­land gekom­men. Um ihnen hier einen best­mög­li­chen Start zu ermög­li­chen und sie mit Nach­rich­ten zu ver­sor­gen, sen­den Radio SCHWABEN und Radio Ara­bel­la jetzt auch ukrai­ni­sche Nach­rich­ten. Lesen Sie mehr im heu­ti­gen Blogbeitrag!

Beitragsbild zum Artikel "Ukrainische Nachrichten für Kriegsflüchtlinge"

Quel­le: Pixabay von icsil­viu & bodkins18 (Col­la­ge von STUDIO GONG)

Jeden Abend ukrai­ni­sche Nach­rich­ten auf RADIO SCHWABEN

Als erste pri­va­te Hör­funk­sta­ti­on sen­det RADIO SCHWABEN seit dem 21.03.2022 ukrai­ni­sche Nach­rich­ten für die Kriegs­flüch­ti­gen. Sie infor­mie­ren über die regio­na­len sowie die deutsch­land­wei­ten Nach­rich­ten, den Wet­ter­be­richt und Ver­an­stal­tungs­hin­wei­se. Außer­dem wer­den Schal­tun­gen in die Ukrai­ne sowie Gesprä­che mit Flücht­lin­gen gesen­det. Ziel ist es, den Flücht­lin­gen die Inte­gra­ti­on zu erleich­tern und diese im All­tags­le­ben zu unter­stüt­zen. Die Nach­rich­ten erstellt die Nach­rich­ten-Redak­ti­on des RADIO SCHWABEN.

Nata­lie Oben­dor­fer, Che­fin vom Dienst der ukrai­ni­schen Nach­rich­ten, tran­skri­biert diese und trägt sie vor. Oben­dor­fer ist selbst gebür­ti­ge Ukrai­ne­rin und vor 20 Jah­ren mit ihren Eltern nach Deutsch­land aus­ge­wan­dert. Dar­über hin­aus sind die Regie­rung von Schwa­ben, der Ukrai­ni­sche Ver­ein Augs­burg e.V. sowie ver­schie­de­ne AnkER­zen­tren aus dem Sen­de­ge­biet an die­ser Akti­on betei­ligt. Zudem soll diese Akti­on noch wei­ter aus­ge­baut wer­den. RADIO SCHWABEN enga­giert sich seit Kriegs­be­ginn für Flücht­lin­ge und unter­stützt AnkER­zen­tren und Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen mit Hörer­spen­den. Mar­kus Gilg, Geschäfts­füh­rer von RADIO SCHABEN, fasst die Akti­on mit fol­gen­den Wor­ten zusammen:

Wir wol­len Brü­cken bauen und so die Inte­gra­ti­on der aus dem Kriegs­ge­biet geflüch­te­ten Men­schen erleich­tern und sie im All­tags­le­ben unter­stüt­zen. Mit der Akti­on sind wir ein­mal mehr Vor­rei­ter unter den Privatradios.“

Die Nach­rich­ten­sen­dung wird von Mon­tag bis Frei­tag um ca. 19:25 Uhr aus­ge­strahlt und ist als Pod­cast auch online nachzuhören.

Auch Radio Ara­bel­la sen­det auf Ukrainisch

Am Mün­che­ner Haupt­bahn­hof tref­fen täg­lich Hun­der­te Kriegs­flücht­lin­ge ein. Um ihnen in die­sen schwie­ri­gen Zei­ten etwas Ori­en­tie­rung zu bie­ten, ent­schied sich Radio Ara­bel­la eben­falls ukrai­ni­sche Nach­rich­ten ins Pro­gramm auf­zu­neh­men. Der Sen­der ver­sorgt die Ukrai­ner und Ukrai­ne­rin­nen mit den wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen. Es wer­den zum Bei­spiel The­men wie Regis­trie­rung, Wei­ter­rei­se oder das Fin­den einer Unter­kunft behandelt.

Zudem gibt der Sen­der Aus­kunft dar­über, wo die Flücht­lin­ge bei­spiels­wei­se eine SIM-Karte bekom­men kön­nen. Aber auch Fra­gen zu kos­ten­frei­en Deutsch­kur­sen oder even­tu­el­len zukünf­ti­gen Arbeits­plät­zen wer­den erör­tert. Diese Akti­on wurde in Zusam­men­ar­beit mit dem Cari­tas­ver­band Mün­chen und Ober­bay­ern ins Leben geru­fen und ist mit dem Info­point die erste Anlauf­stel­le für die ukrai­ni­schen Flücht­lin­ge. Darya Dmyt­ruk ist Cari­tas-Mit­ar­bei­te­rin und Mut­ter­sprach­le­rin. Sie freut sich, mit ihrer Arbeit einen Teil dazu bei­zu­tra­gen, den Flücht­lin­gen nach ihrer Ankunft in Bay­ern hel­fen zu können.

Die Sen­de­zeit wurde auf unbe­stimm­te Zeit für die Kriegs­flücht­lin­ge ein­ge­rich­tet. Jeden Abend um 20:15 Uhr sen­det Radio Ara­bel­la mit der Unter­stüt­zung des Cari­tas­ver­ban­des Mün­chen und Ober­bay­ern. Alle wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen wer­den als Pod­cast zusam­men­ge­fasst und sind jeder­zeit online abrufbar.

Fazit

Radio agiert fle­xi­bel! Die Akti­on der bei­den Sen­der macht wie­der ein­mal deut­lich, wie fle­xi­bel und schnell Radio han­delt und wie groß Soli­da­ri­tät geschrie­ben wird. Durch die wei­ter­hin andau­ern­de Kri­sen­si­tua­ti­on in der Ukrai­ne wurde der Bedarf an ukrai­ni­schen Nach­rich­ten immer größer.

RADIO SCHWABEN und Radio Ara­bel­la reagier­ten sofort auf diese Not­wen­dig­keit! Die Infor­ma­ti­ons­auf­be­rei­tung und ‑ver­brei­tung durch die Sen­der ist immens wich­tig und bie­tet in Kürze wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen zur aktu­el­len Lage der Geflüchteten.

Lesen Sie zum Thema gerne auch unse­ren kürz­lich erschie­ne­nen Arti­kel “Soli­da­ri­tät in ganz Euro­pa: “Give peace a chan­ce”, mit der die gesam­te Radio­land­schaft sich mit der Ukrai­ne in die­sen schwe­ren Zei­ten soli­da­risch zeigte.

Autor Hannah Menze