Wie viel Daten­vo­lu­men ver­braucht Web­ra­dio?

Mobi­li­tät ist in der heu­ti­gen Zeit, ins­be­son­de­re für jün­ge­re Genera­tio­nen, ele­men­tar. Auch die mobi­le Daten­nut­zung, bei­spiels­wei­se in Form von Web­ra­dio, nimmt immer wei­ter zu – wenn das Daten­vo­lu­men mit­spielt!

Beitragsbild: Wie viel Datenvolumen verbraucht Webradio?

Quel­le: pixabay.de von geralt

Haben Sie sich auch schon mal gefragt, wie weit Sie mit Ihrem Daten­vo­lu­men am Smart­pho­ne kom­men, ohne her­un­ter gedros­selt zu wer­den? Oder ob die Daten­ge­schwin­dig­keit des Inter­net­an­bie­ters Zuhau­se für eine ent­spann­te Nut­zung von Smart-Gerä­ten aus­reicht? Auch wenn man für Smart­pho­nes Flat­rates bucht, sind diese meist an ein Daten­vo­lu­men gekop­pelt. Hat man das Volu­men erreicht, surft man nur noch mit einer klapp­ri­gen Geschwin­dig­keit von 32–64 kbit/s im Netz. Die Folge sind der lang­sa­me Auf­bau von Web­sei­ten, rucke­li­ge Vide­os, Streams mit Unter­bre­chun­gen und schließ­lich ent­nerv­te User. Was soll­ten Sie des­halb beach­ten, wenn Sie unter­wegs Ihr gelieb­tes Web­ra­dio hören möch­ten? Und was soll­ten Radio­sen­der berück­sich­ti­gen?

So funk­tio­niert Web­ra­dio

Ob Simul­cast Radio oder Web-Only Radio – beide For­men funk­tio­nie­ren im Prin­zip wie der her­kömm­li­che Rund­funk, nur eben per Inter­net. Bis zu bestimm­ten Auf­la­gen, wie z.B. eine maxi­ma­le Hörer­an­zahl, ist ein Web­ra­dio auch ohne Sen­de­li­zenz mög­lich. Doch jeder hat im Grun­de sei­nen Lieb­lings­sen­der – meist ein Simul­cast Radio.

Mitt­ler­wei­le kön­nen viele Web­ra­di­os auf unter­schied­li­che Wege emp­fan­gen wer­den, z.B. per Smart­pho­ne-App, Web­brow­ser, Digi­tal­ra­dio­ge­rät, Smart-TV, Ama­zon Firestick und Home Speaker. Das vom Sen­der ver­brei­te­te Signal wird als Stream vom Hörer emp­fan­gen. Wenn der Stream aus irgend­ei­nem Grund ein­mal abreißt, springt der Stream beim Wie­der­ein­set­zen zu dem aktu­ell gesen­de­ten Signal. Damit der Stream nicht bei jeder noch so klei­nen Inter­net­stö­rung aus­setzt, fin­det ein Buf­fe­ring statt. Das bedeu­tet, dass der Stream auf dem End­ge­rät etwas vor­ge­la­den wird. Für eine flüs­si­ge Wie­der­ga­be des Streams wird zudem min­des­tens die glei­che Bitra­te beim Emp­fang benö­tigt, in der auch der Stream gesen­det wird.

Radio­sen­der soll­ten ihren Stream in ver­schie­de­nen Bitra­ten zur Ver­fü­gung stel­len: sowohl in mobi­le als auch in high qua­li­ty. Stan­dard­mä­ßig erfolgt die Über­tra­gung in high qua­li­ty mit 128 kbit/s.

Tarif und Daten­vo­lu­men genau ken­nen

Vor allem wenn Sie Ihren Lieb­lings­sen­der mit dem Smart­pho­ne hören möch­ten, soll­ten Sie Ihren Han­dy­ta­rif genau ken­nen. Wie bereits oben erwähnt, ist selbst bei einer Daten­flat­rate das Volu­men auf eine bestimm­te Größe begrenzt, die den Down­load nach Errei­chen der Gren­ze merk­lich ver­lang­samt. Doch wie fin­den Sie nun her­aus, wie weit Sie mit Ihrem Tarif kom­men?

Dafür gibt es im Inter­net Daten­vo­lu­men-Rech­ner wie zum Bei­spiel der von Schnell-im-Netz.de! Hört man 30 Minu­ten täg­lich Web­ra­dio, so hat man bei einer Bitra­te von 128 kbit/s einen Daten­ver­brauch von unge­fähr 846 MB im Monat. Nutzt man nur den mobi­le Stream von 64 kbit/s, ent­spricht dies etwa 423 MB pro Monat. Jedoch nutzt man per Smart­pho­ne ja auch noch ande­re Apps, die das Daten­vo­lu­men belas­ten. Immer­hin gibt es inzwi­schen in man­chen T-Mobi­le-Tari­fen die kos­ten­lo­se Strea­m­On-Opti­on. Dabei wird die reine Audio­nut­zung nicht auf das Inklu­siv-Volu­men ange­rech­net. Voda­fone bie­tet eben­falls ein Zero-Rating (Voda­fone-Pass), aller­dings wird auch hier nach ver­brauch­tem Daten­vo­lu­men die Geschwin­dig­keit redu­ziert. Außer­dem soll die Ver­füg­bar­keit von öffent­li­chen Hot­Spots aus­ge­wei­tet wer­den, die eine kos­ten­lo­se Nut­zung gewähr­leis­ten. Aber bis es soweit ist, müs­sen Smart­pho­ne-User der­zeit mit ihrem Daten­vo­lu­men noch gut haus­hal­ten, um es nicht vor dem Ablauf des Monats aus­zu­schöp­fen.

Tipps für die mobi­le Nut­zung

Damit Sie auch unter­wegs in den Genuss Ihres Lieb­lings­sen­ders per Web­stream gelan­gen, ohne gleich an die Volu­men­gren­ze zu sto­ßen, soll­ten Sie fol­gen­de Tipps beach­ten:

  • Unter­wegs immer den mobi­len Stream nut­zen (z.B. max. 64 kbit/s).
  • Bei mobi­le Streams unter 64 kbit/s ist der Emp­fang in E-Netz­qua­li­tät noch gut mög­lich.
  • Bei Stream-Aus­set­zern prü­fen, ob das Buf­fe­ring funk­tio­niert – ansons­ten den Stream neu laden.
  • Hot­Spots fin­den, ein­rich­ten und nut­zen.
  • Den Smart­pho­ne-Tarif auf even­tu­el­le Zusatz­op­tio­nen im Bereich Audio­strea­ming prü­fen.
  • Zuhau­se oder bei der Arbeit immer das WLAN ver­wen­den.

Fazit

Da sich auch der mobi­le Anteil der Online-Audio-Nut­zung nach­weis­lich posi­tiv ent­wi­ckelt, wer­den wei­te­re Tarif­mög­lich­kei­ten ent­ste­hen, die u.a. die mobi­le Nut­zung von Radio­sen­dern berück­sich­ti­gen. Damit wird der all­täg­li­chen Nut­zung von mobi­len Web­ra­di­os – sei es am Smart­pho­ne oder als Auto­ra­dio – in naher Zukunft nichts mehr im Weg ste­hen. Lesen Sie dazu auch den Blog-Bei­trag “Online-Audio-Ange­bo­te behaup­ten sich im Wer­be­markt”, der die Ent­wick­lung der Online-Audio-Ange­bo­te beleuch­tet.

kreise_team_pellkofer

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