Soli­da­ri­tät in ganz Euro­pa: “Give peace a chance”

Give peace a chan­ce” ertön­te es am Frei­tag um 8:45 Uhr euro­pa­weit in einer Viel­zahl von Radio­sen­dern. Mit die­sem Song von John Len­non zeig­te sich auch die deut­sche Radio­land­schaft soli­da­risch und mach­te sich damit gemein­sam stark für Frie­den in der Ukraine!

Beitragsbild zum Artikel "'Give peace a chance' - ein Zeichen der Solidarität"

Quel­le: Pixabay von ELG21 & Open­Clip­art-Vec­tors, Logo von Radio­zen­tra­le (Col­la­ge von STUDIO GONG)

Radio Zen­tra­le star­tet hör­ba­res Zei­chen für den Frieden

Fast 2 Wochen ist es nun­mehr her, als Russ­lands Prä­si­dent Putin die Ukrai­ne ange­grif­fen hat. Seit­her über­schla­gen sich die Nach­rich­ten. Die Ereig­nis­se und Bil­der bewe­gen Men­schen auf der gan­zen Welt. Nun setzt auch Radio ein hör­ba­res Zei­chen der Soli­da­ri­tät mit der Ukrai­ne und bezieht dabei klare Hal­tung gegen jeg­li­che Form des Krieges.

Die Radio­zen­tra­le initi­ier­te für den Frei­tag, 4. März 2022 um 8:45 Uhr eine gemein­sa­me Akti­on mit einer Viel­zahl von Radio­sen­dern. So spiel­ten pri­va­te und öffent­lich-recht­li­che Sen­der in ganz Euro­pa gleich­zei­tig das Lied “Give peace a chan­ce” von John Len­non und der Plastic Ono Band. Ins­ge­samt betei­lig­ten sich in Deutsch­land circa 200 Radio­sen­der aus allen Gen­res. Die Radio­zen­tra­le woll­te damit ver­deut­li­chen, dass die gesam­te Radio­land­schaft für ein fried­li­ches Mit­ein­an­der ein­steht, erklär­te Geschäfts­füh­re­rin Grit Leit­häu­ser in der Pressemitteilung.

Der Krieg in der Ukrai­ne macht deut­lich, wie fra­gil der Frie­den und die Demo­kra­tie in einem Euro­pa sind, das wir in den letz­ten Jahr­zehn­ten auf­ge­baut haben. Aber zugleich auch, wie wich­tig der Zusam­men­halt, das Ein­ste­hen für Werte und die Ver­ur­tei­lung von Krieg in jeder Form ist.”

Unse­re Sen­der zei­gen sich solidarisch

Auch viele von unse­ren ver­mark­te­ten Sen­dern waren bei der Akti­on dabei, wie zum Bei­spiel* 95.5 Cha­ri­va­ri, baden.fm, Das neue Radio See­funk, DIE NEUE 107.7, DONAU 3 FM, HIT RADIO RTL Sach­sen, kult­hi­t­RA­DIO in NRW, Ost­see­wel­le, Radio 8, Radio Bam­berg, Radio Cott­bus, Radio­EINS, Radio Euro­herz, radio­hash­tag+, Radio Nord­see­wel­le, Radio Osna­brück, Radio Plas­sen­burg, Radio Pots­dam, RADIO PRIMATON, Radio Rama­su­ri, RADIO SCHWABEN, Radio TOP FM, Schwarz­wald­ra­dio, unser­RA­DIO.
*Quel­le: Facebook

Viele von ihnen pos­te­ten dies auch auf ihren Social-Media-Kanä­len und erhiel­ten dafür gro­ßen Zuspruch von ihrer Hörer­schaft. Allein die Ost­see­wel­le erhielt auf den ent­spre­chen­den Face­book-Bei­trag 1.306 Likes.

Bild: Teilnehmende Sender an der Aktion "Give peace a chance"

Quel­le: Face­book-Sei­ten unse­rer Sender

Soll­ten Sie die Radio­ak­ti­on ver­passt haben, kön­nen Sie in fol­gen­den Mit­schnit­te rein­hö­ren und den bewe­gen­den Moment nachempfinden:

Musik als Zei­chen für den Frieden

Täg­lich um 11:00 Uhr ist der Song “Give peace a chan­ce” außer­dem auf den Sen­dern des Funk­haus Nürn­bergs  - Gong 97.1, Cha­ri­va­ri 98.6, Radio F und Hit­ra­dio N1 – zu hören, die sich damit eben­so soli­da­risch mit der Ukrai­ne zeigen.

Als ein wei­te­res Zei­chen für den Frie­den spielt kult­hi­t­RA­DIO in NRW jeden Tag um 12:00 Uhr das Lied “Ima­gi­ne” von John Len­non und ist damit gedank­lich bei all denen, die gera­de am Ukrai­ne­kon­flikt betei­ligt sind. In einer Text­pas­sa­ge heißt es hier:

“Ima­gi­ne all the peop­le, livin’ life in peace.
You may say I’m a drea­mer. But I’m not the only one.
I hope some­day you’ll join us. And the world will be as one.”

Musik stärkt und hilft in Kri­sen­zei­ten. Aber Musik weckt auch Emo­tio­nen. kult­hi­t­RA­DIO möch­te mit dem Song sein Mit­ge­fühl für die ukrai­ni­sche Bevöl­ke­rung und seine klare Hal­tung gegen den Krieg zum Aus­druck bringen.

Auch Schla­ger Radio macht mit sei­ner der­zei­ti­gen Pro­gramm­rei­he “Schla­ger für den Frie­den” mit Musik auf die der­zei­ti­ge Situa­ti­on auf­merk­sam. Mit Lie­dern wie “99 Luft­bal­lons” von Nena, “Wozu sind Krie­ge da” von Udo Lin­den­berg oder “Ein biss­chen Frie­den” von Nico­le distan­ziert sich der Sen­der klar vom Kriegs­ge­sche­hen in der Ukrai­ne. Dar­über hin­aus erin­nert er auch an ver­gan­ge­ne Kriege.

Hilfe und Zusammenhalt

Neben der gemein­schaft­li­chen Akti­on am Frei­tag haben viele Sen­der inzwi­schen eige­ne Hilfs- und Soli­da­ri­täts­ak­tio­nen ins Leben geru­fen. Bei­spiels­wei­se sucht Gong 96.3 mit der Akti­on “Mün­chen hilft” Unter­künf­te für ukrai­ni­sche Flücht­lin­ge. Der Sen­der plant, 100 Busse an die Gren­ze zu schi­cken und ukrai­ni­sche Fami­li­en nach Mün­chen zu holen. Inner­halb der Hilfs­ak­ti­on rief der Münch­ner Sen­der seine Hörer dazu auf, sich zu mel­den, wenn Hel­fen­de noch Hotel­zim­mer oder pri­va­te Unter­künf­te frei­ha­ben. Bis jetzt konn­ten hier­durch schon 500 pri­va­te Unter­künf­te zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Allein auf den Insta­gram-Bei­trag erhielt Gong 96.3 aner­ken­nen­de 1.585 Likes.

Auch Radio Ara­bel­la leis­tet mit der Stif­tung Care-for-Rare und das Dr. von Hau­ner­sche Kin­der­spi­tal der Uni Mün­chen (LMU) wert­vol­le Hilfe, indem im pol­ni­schen Lodz die Behand­lung von schwerst­kran­ken Kin­dern aus der Ukrai­ne sowie Wei­ter­trans­por­te nach Mün­chen durch eine On-Air-Spen­den­ak­ti­on ermög­licht wird.

Über­dies lief eine wei­te­re ein­drucks­vol­le Hilfs­ak­ti­on über den Lokal­sen­der HITRADIO RT1. Ein Spen­den­auf­ruf für die not­lei­den­de ukrai­ni­sche Bevöl­ke­rung führ­te dazu, dass RT1-Repor­ter Leon einen Hilfs­kon­voi, bestehend aus einem LKW und eini­gen Trans­por­tern voll mit Hilfs­gü­tern, bis an die ukrai­ni­sche Gren­ze beglei­te­te. Dabei doku­men­tier­te er seine bewe­gen­den Ein­drü­cke und teilt diese mit den Hörern. Auf der Web­site des Sen­ders ist die Reise unter “Wir für die Ukrai­ne” nachzuverfolgen.

Das zeigt, wie viele Men­schen sich gera­de mit ukrai­ni­schen Flücht­lin­gen soli­da­ri­sie­ren und wie hoch die Hilfs­be­reit­schaft ist. Wer sich über wei­te­re Spen­den­ak­tio­nen infor­mie­ren möch­te, kann dies bei­spiels­wei­se auch bei DIE NEUE 107.7 tun. Der Radio­sen­der bie­tet auf sei­ner Web­site eine tolle Über­sicht über alle Mög­lich­kei­ten der Sach- oder Geldspende.

Radio ver­bin­det

Die gemein­sa­me Frie­dens­ak­ti­on “Give peace a chan­ce” der Radio­zen­tra­le zeigt schließ­lich ein­mal mehr, wie stark der Zusam­men­halt der Radio­ge­mein­schaft ist und wie sehr Radio ver­bin­det! Nicht zuletzt aus die­sem Grund ist Radio in Kri­sen­zei­ten eines der wich­tigs­ten Medi­en, wel­ches zur Infor­ma­ti­ons­auf­be­rei­tung und ‑ver­brei­tung bei­trägt. Zudem lie­fert Radio durch seine fle­xi­ble Reak­ti­ons­fä­hig­keit schnell brand­ak­tu­el­le Infor­ma­tio­nen. Wie bedeut­sam die Reich­wei­te des Radios dabei ist, wodurch mit kurz­fris­ti­gen Aktio­nen Gutes bewirkt wer­den kann, haben unse­re Sen­der wie­der ein­mal ein­drucks­voll unter Beweis gestellt!

Autorin Anna Kreiner