USA: Ana­lo­ges Radio ist Zen­trum des Audio-Universums

Radio ist eines der bedeu­tends­ten Medi­en, in den USA sogar das wich­tigs­te Medi­um über­haupt. Zu die­ser Erkennt­nis kam die Niel­sen Com­pa­ny in ihrer neu­es­ten Aus­ga­be von “Audio Today 2022: How Ame­ri­ca Lis­tens”. Und wie in den USA ana­lo­ges Radio gehört wird, haben wir im fol­gen­den Arti­kel zusammengefasst.

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Quel­le: Pixabay von geralt

Ame­ri­ka­ni­sches Radio über­trumpft Fernsehen

Zwei Jahre Pan­de­mie konn­ten der ame­ri­ka­ni­schen Radio­land­schaft kei­nen Abbruch tun, denn diese ist so erfolg­reich wie nie. Keine Frage: Hier ist Radio im Mit­tel­punkt des gesam­ten Audio-Uni­ver­sums. Keine ande­re Platt­form erreicht jeden Monat so viele Kon­su­men­ten, wie AM/FM-Radio! Dies stell­te Niel­sen in ihrer Stu­die fest, denn mit 93 % liegt ana­lo­ges Radio in den USA immer noch vor Fern­se­hen (90 %), Smart­pho­nes (86 %), mit dem Fern­se­her ver­bun­de­ne Gerä­te (81 %) sowie PCs (76 %) und Tablets (46 %). Mit die­ser beacht­li­chen monat­li­chen Reich­wei­te machen Ame­ri­ka­ner ab 18 Jah­ren den Groß­teil des US-Audio­pu­bli­kums aus. Denn die Reich­wei­te von AM/FM-Radio ist dort 16-mal grö­ßer als die von digi­ta­lem Audio und Satel­lit, die nur 6 % ausmachen.

Ana­lo­ges Radio und seine Zielgruppen

Im ame­ri­ka­ni­schen Raum scheint die Beliebt­heit von Radio jedoch nicht von der Alters­grup­pe abzu­hän­gen, denn hier erfreut sich nahe­zu jede Alters­klas­se an dem belieb­ten Medi­um. So hat AM/FM-Radio vor allem bei Ame­ri­ka­nern ab 18 Jah­ren, aber auch zwi­schen 35 und 49 Jah­ren sowie dar­über hin­aus auch bei den Mill­en­ni­als, eine große Reich­wei­te. Hier fällt beson­ders ins Auge, dass Radio (87 %) mit der Nut­zung von Smart­pho­nes (89 %) sogar bei­na­he gleich­auf liegt.

 

Grafik 1 - Monatliche Reichweite Radio in den USA

Quel­le: “Audio Today 2022: How Ame­ri­ca Lis­tens” der Niel­sen Company

Eine sehr hohe monat­li­che Reich­wei­te lässt sich zudem bei afro­ame­ri­ka­ni­schen und his­pa­ni­schen Hörern ver­zeich­nen, die es unter den Mill­en­ni­als auf ganze 88 % und unter den 35 bis 49-Jäh­ri­gen auf 92 % brin­gen. Auch beim his­pa­ni­schen Publi­kum kann in den USA kein ande­res Medi­um mit dem ana­lo­gen Radio Schritt halten.

Wo hört der Ame­ri­ka­ner Radio?

Zwei Drit­tel der Zeit, in der ana­lo­ges Radio in den USA gehört wird, erfolgt außer Haus. Davon ist der größ­te Teil im Auto auf dem Weg zum Shop­ping zu den wich­tigs­ten Zei­ten der Woche. Im Gegen­teil dazu wird bei­spiels­wei­se via Spo­ti­fy über­wie­gend zu Hause gehört. Radio wird vor allem beim Pen­deln von der Arbeit nach Hause kon­su­miert. Laut Niel­sen arbei­te­ten 86 % der Pend­ler vor der Pan­de­mie außer­halb des Hau­ses. Auch wenn man denkt, dass die meis­ten Ame­ri­ka­ner pan­de­mie­be­dingt der­zeit im Home-Office arbei­ten, arbei­tet ein Groß­teil inzwi­schen wie­der aus­wärts. Dies bestä­ti­gen auch die Zah­len: 45 % des Radio­hö­rens fal­len auf das Auto­fah­ren und 23 % fin­den bei der Arbeit statt. Wäh­rend der Arbeits­wo­che hören 48 % der Auto­fah­rer Radio und immer­hin 17 % bei der Arbeit.

Grafik 2 - Radiohören nach Location

Quel­le: Web­site Westwooddone.com

Wel­cher Kon­su­ment ist der ame­ri­ka­ni­sche Radiohörer?

Wel­cher Wer­be­trei­ben­de möch­te seine Kon­su­men­ten nicht vom Pro­dukt­kauf über­zeu­gen? Die beste Platt­form dafür bie­tet ana­lo­ges Radio am Wochen­en­de. Denn hier kann der Ver­brau­cher noch direkt auf dem Weg zum nächs­ten Kauf erreicht werden.

Doch unter­schei­det nun etwas den durch­schnitt­li­chen ame­ri­ka­ni­schen Kon­su­men­ten von dem Kon­su­men­ten, der Audio nutzt? Gibt es hier tat­säch­lich Unter­schie­de? Ja! Zu die­sem Ergeb­nis kam die Niel­sen Com­pa­ny in einer Ver­brau­cher­stu­die mit 1.000 voll­jäh­ri­gen Ame­ri­ka­nern. Die Stu­die wurde durch­ge­führt, als im Land das Ende der Pan­de­mie bereits in Sicht war und die Bevöl­ke­rung nach und nach wie­der in die Nor­ma­li­tät zurück­fand. Die Stu­die stell­te fest, dass Radio- sowie Pod­cast-Hörer im All­ge­mei­nen dem öffent­li­chen Leben wie­der offe­ner ent­ge­gen­sa­hen. Das heißt, sie waren eher bereit, öffent­li­che Ver­kehrs­mit­tel zu nut­zen, an Ver­an­stal­tun­gen teil­zu­neh­men, wie­der im Büro zu arbei­ten oder den per­sön­li­chen Ein­kauf wie­der in Geschäf­ten statt online zu erledigen.

Eine beson­ders inter­es­san­te Erkennt­nis, die von der Niel­sen Com­pa­ny in “Audio Today 2022: How Ame­ri­ca Lis­tens” ver­öf­fent­licht wurde, ist, dass die Kauf­ab­sich­ten bei häu­fi­gen Radio­hö­rern um 26 % grö­ßer sind, als bei häu­fi­gen Fern­seh­zu­schau­ern. Dar­über hin­aus nei­gen sie eher dazu, eine Reise zu machen, sich neue Tech­no­lo­gien anzu­schaf­fen sowie eher grö­ße­re Inves­ti­tio­nen, wie bei­spiels­wei­se ein Haus oder ein Auto, zu tätigen.

Abschluss­wort

Mit einer monat­li­chen Reich­wei­te von 87 % ist AM/FM-Radio im Mit­tel­punkt des Audio­kon­sums in den USA. Was heißt das nun für alle wer­be­trei­ben­den Unter­neh­men? Wer seine Kon­su­men­ten errei­chen will, nutzt dafür am bes­ten Audio. Da laut Niel­sen Com­pa­ny ana­lo­ges Radio hier­bei “das Zen­trum des Uni­ver­sums” dar­stellt, soll­te es auch der Haupt­fo­kus bei jeder Audio-Kam­pa­gne sein. Mit­hil­fe die­ser kann eine Marke auf­ge­baut, der Umsatz gestei­gert und Ver­brau­cher in gro­ßem Umfang erreicht wer­den. Denn ganz gleich, wel­che Ziel­grup­pe vom Wer­be­trei­ben­den ange­spro­chen wer­den soll, der ame­ri­ka­ni­sche Radio­markt hat hier – genau wie der deut­sche – jedes For­mat zu bie­ten, um das indi­vi­du­el­le Ziel zu errei­chen. Ob “News/Talk”, “Clas­sic Hits”, “Clas­sic Rock”, “Urban Con­tem­pora­ry” oder “Alter­na­ti­ve” – hier ist alles geboten.

In den USA kön­nen Wer­be­trei­ben­de mit Radio eini­ges errei­chen. “Mit Radio mehr errei­chen” – das geht auch mit STUDIO GONG, denn dies ist unser Motto! Zu unse­ren Ange­bo­ten, mit denen Sie deutsch­land­weit Ihre Ziele errei­chen kön­nen, berät Sie gerne unser Ver­kaufs­team.

Autorin Anna Kreiner